Die Geschichte des Jakobswegs

Die Geschichte des Jakobswegs

Die ersten geschichtlichen Ursprünge des Jakobswegs führen zurück ins 8. Jahrhundert, als die iberische Halbinsel zum größten Teil unter arabischer Herrschaft stand. Im Nordwesten Spaniens, welches zu dieser Zeit unter christlichen Königen regiert wurde, verbreitete sich die Geschichte von Jakobus dem Ältern.
Dieser missionierte hier und fand seine letzte Ruhestätte in Santiago. Die ersten Pilger reisten aus Kantabrien zu der Grabstätte des Jakobus. Die Könige von Asturien und Leon ernannten Jakobus sogar zu ihrem Schutzheiligen und Schlachthelfer.

Im Hoch- und Spätmittelalter entwickelte sich der Jakobsweg zu einem beliebten Pilgerziel für viele Menschen. Nicht nur Spanier bestritten den Pilgerweg. Aus ganz Europa und Skandinavien pilgerten Menschen nach Santiago de Compostela um buße zu tun oder ihre Sündenstrafen vergeben zu lassen. Selbst Strafgefangene nahmen den weiten Weg auf sich um sich von der Todesstrafe in ihrer Heimat zu befreien.

Die Kriege zwischen Spanien, die Reformation und der damit einhergehende Niedergang der Pilgerfahrt führten im späteren Verlauf dazu das immer weniger und weniger Menschen auf dem Camino de Santiago anzutreffen waren. Allerdings ganz zum erliegen kam das Pilgertum hier nie.

In den 1970er Jahren fand ein erneuter Aufschwung statt und die Wege des Camino de Santiago füllten sich erneut. Im Jahre 1982 besuchte Papst Johannes Paul II Santiago de Comostela und verhalf somit der Geschichte des Jakobsweges zu einem neuen Höhepunkt.

1987 erklärte der Europarat den Jakobsweg zum ersten europäischen Kulturweg. So begannen sich die zahlreichen Wege wieder zu füllen. Zunächst pilgerten rund 3.000 Menschen jährlich auf dem Weg um das Grab des Jakobus zu besuchen. 1997 stieg der Zahl der Pilger bereits auf 25.000 und im Jahr 2017 auf 301.000.

Eine wirklich langanhaltende und erfolgreiche Geschichte!

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