Tag 32 von Graach nach Brauneberg

Tag 32 von Graach nach Brauneberg

Wir freuten uns sehr über das Frühstück, zu dem uns Matthias und Ute eingeladen hatten. In geselliger Runde wurde dieses etwas ganz Besonderes. Frisch gestärkt und fröhlich ging es wieder weiter.

Wir ließen den Petrushof hinter uns, unser Ziel Santiago de Compostela immer vor Augen. Das geheime Ziel jedoch ist der Weg selbst, welcher jedem Einzelnen Geheimnisse und Erfahrungen schenkt. Diese lassen den Blick auf die Welt in einem ganz neuen Licht erscheinen. Der Weg gibt dir immer das was du brauchst, niemals aber das was du willst. Um so schöner, diese positiven Erfahrungen machen zu dürfen und sie als Geschenk mit sich tragen zu können.

Dieser Weg der Bereicherung führte uns heute erneut vor Augen, wie wertvoll die Ruhe in diesen hektischen Zeiten ist. Nach nur wenigen Kilometern erreichten wir Bernkastel-Kues. Ein großes und touristisches Städtchen. Optisch durchaus ein Augenschmaus.

Durch die vielen Touristen wirkte sie auf uns jedoch eher laut, schroff und chaotisch. Viele Menschen liefen auf und ab und achteten nicht auf einander. Es machte den Eindruck als seien viele Menschen zerfressen von ihrem Egoismus. Unnahbar, kalt und völlig auf sich selbst bezogen.

Ein Bild das so allerdings nicht auf die Bewohner der Stadt passt, die wir kennen lernen durften.

Auch einige interessierte Besucher entsprachen glücklicherweise nicht dem o.g. Bild, welches uns zu Anfang hier begrüßte. So bekamen wir durchaus interessante Einblicke, des bunt gemischten Treibens, als Gedanken mit auf unseren Weg.

Entlang des Flussufers zieht sich unser restlicher Weg bis Brauneberg. Wir begegneten vielen Menschen, denen wir ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten. Eine wahre Freude zu sehen wie leicht es sein kann Menschen für einen Moment ein gutes Gefühl geben zu können. Offene und herzliche Gespräche begleiteten uns, somit immer wieder. Jedes ist etwas Besonderes.

Bei Jürgen und Silvia fanden wir einen ruhigen und idyllischen Ort, um zu verweilen. Auf der großen Wiese, oberhalb des Gärtnereibetriebes durften wir unser Lager beziehen.

Ein wunderbarer Ort wo man, entfernt vom Treiben der hektischen Touristen, den Abend bei einem guten Schluck Wein am Feuer genießen konnte.

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